Kochst du oft und gerne mit Olivenöl? Die mediterrane Zutat ist heute nicht mehr aus der Küche wegzudenken. Ganz egal, ob herzhafte Focaccia, würzige Kräuter-Tomaten oder köstlicher Brotsalat: Olivenöl erfreut sich großer Beliebtheit. Doch um den vielgeschätzten Küchenklassiker ranken sich viele Mythen. Darf das Olivenöl wirklich nicht erhitzt werden und ist es in Wahrheit ungesund? Wir decken hier 4 weit verbreitete Irrtümer über das flüssige Gold des Mittelmeers für dich auf.

1)     Alle Oliven schmecken gleich

schwarze und grüne Oliven

Grüne und schwarze Oliven unterscheiden sich im Geschmack.

Die wichtigste Voraussetzung für bestes Olivenöl sind natürlich die Oliven selbst. Die unreifen grünen Oliven sind dabei relativ mild. Die ausgereiften schwarzen Früchte hingegen überzeugen mit ihrem vollmundigen Geschmack. Aber Achtung: Nicht alle dunklen Oliven halten, was sie versprechen!

Einige Hersteller helfen nämlich bei der Olivenfarbe nach, weil grüne Oliven einfacher verarbeitet werden können. Manchmal sind die vermeintlich reifen schwarzen Oliven gefärbt – und zwar mit speziellen Farbstoffen. Das Ergebnis: Die Früchte sind zwar schwarz, doch wenig geschmacksintensiv. Wie du also siehst, schmecken nicht alle Oliven gleich.

2)     Olivenöl ist ungesund

Ob du es glaubst oder nicht: Olivenöl zählt zu den gesündesten Speiseölen überhaupt und ist alles andere als ungesund. Es enthält nämlich reichlich Ölsäure. Diese kann das gefährliche LDL-Cholesterin senken, während das gute HDL-Cholesterin unbeeinflusst bleibt. Somit leistet Olivenöl einen wertvollen Beitrag zu deiner Gesundheit.

3)     Olivenöl muss in den Kühlschrank

Wenn Olivenöl richtig gelagert wird, kann es über mehrere Jahre haltbar sein. Es ist vollkommen richtig, dass das flüssige Gold vor Licht und Wärme geschützt werden muss. Das bedeutet allerdings nicht gleich, dass der Kühlschrank der richtige Aufbewahrungsort ist. Ganz im Gegenteil: Bei zu niedrigen Temperaturen kann das Olivenöl nämlich flocken und seinen Geschmack verlieren. Du lagerst es am besten in einem Küchenschrank – hier ist es weder zu warm noch zu kalt.

4)     Olivenöl ist nur für kalte Speisen

Frau gießt Olivenöl über Essen

Ob warm oder kalt: Olivenöl schmeckt zu allen Speisen.

Beim Salatdressing ist das Olivenöl meistens die erste Wahl, aber beim Kochen tritt es in den Hintergrund. Die mediterrane Zutat ist jedoch das perfekte Küchenfett für warme und sogar kochend heiße Gerichte. Sein Rauchpunkt – jener Punkt, ab dem sich Rauch beim Kochen entwickelt – ist wesentlich geringer als z. B. bei Margarine und Butter.

Die Gerüchteküche um das beliebte Olivenöl brodelt. Mit diesen vier aufgedeckten Irrtümern kennst du nun allerdings die ungeschminkte Wahrheit über diese mediterrane Köstlichkeit. Du bist auf der Suche nach dem perfekten Speiseöl und Küchenfett? Dann sollte immer Olivenöl deine erste Wahl sein!